- Soziale Arbeit -

Wolfgang Seidel
Soziale Arbeit
Vermittlung von Schlüsselkompetenzen (Teil 1 und 2)

ISBN: 979-3-00-035879-1 (28,90 Euro)

Arbeitsbuch
978-3-0
0-035879-1 / 28,90 Euro
Bestellnummer: SOFT-SKILLS

TEIL 1
Im ersten Teil „Überblick und Einschätzung“ werden persönliche, lebenspraktische und soziale Kompetenzen vorgestellt, besprochen und um eine Kompetenzstanddiagnostik bzw. Einschätzungsmatrix ergänzt, mit der sich der jeweilige Ausprägungsgrad der Kompetenz relativ einfach erkennen und bestimmen lassen soll. Zu diesen Kompetenzen gehören:

Persönliche Kompetenzen:
- Lern- und Leistungsbereitschaft
- Konzentrationsfähigkeit
- Ausdauer und Belastbarkeit
- Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit
- Zuverlässigkeit
- Rechts- und Unrechtsbewusstsein
- Frustrationstoleranz
- Realistisches Selbstbild
- Sport- und Beweglichkeit

Lebenspraktische Kompetenzen:
- Sauberkeit und Hygiene
- Umgang mit Geld
- Tagesstruktur und Freizeitgestaltung
- Selbstversorgungskompetenz
- Erscheinungsbild
- Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel
- Pläne und Visionen
- Hilfe und Unterstützung suchen, finden und annehmen

Soziale Kompetenzen:
- Umgang mit Kritik
- Umgang mit Konflikten
- Kooperationsbereitschaft und Teamfähigkeit
- Umgangsformen
- Toleranz
- Durchsetzungsvermögen

Außerdem werden am Ende einer jeden Schlüsselkompetenz einige Maßnahmen, Methoden und Instrumente aufgeführt, die den folgenden fünf Handlungsfeldern zugeordnet und im zweiten Teil (Entwicklung und Förderung) ausführlich vorgestellt und beschrieben werden:

TEIL 2
Gestaltung von Rahmenbedingungen
Das Gelingen von Fördermaßnahmen hängt zu großen Teilen von den Rahmenbedingungen ab, unter bzw. in denen sie stattfinden. Aus diesem Grund werden einige Vorschläge für die Gestaltung von Rahmenbedingungen beschrieben. Hier sehe ich vor allem eine Chance für sämtliche Bildungsträgerverantwortlichen, wie z. B. Gesellschafter, Geschäftsführer und Vorstände sowie Standort- und Bereichsleiter, aktiv zu werden, um die Rahmenbedingungen in ihren Einrichtungen zu optimieren.

Unterrichtsplanung (Inhaltliche Vorbereitung)
Damit Fachinhalte, Schlüsselkompetenzen und sonstiges Wissen erfolgreich an die Jugendlichen gebracht werden können, bedarf es im Vorfeld der Vermittlung einer guten Unterrichtsvorbereitung und -planung. Hier sind alle angesprochen, die sich als Ausbilder, Lehr- und Honorarkräfte oder Sozialpädagogen vor die Jugendlichen stellen und ihnen bestimmte Inhalte und Kompetenzen vermitteln wollen. Es geht hier hauptsächlich darum, Unterweisungs- bzw. Unterrichtseinheiten sowohl zielgruppen- als auch zielorientiert vor- und aufzubereiten.

Unterrichtsdurchführung (Prozessgestaltung)
Neben einer guten Unterrichtsvorbereitung hängt es natürlich auch stark davon ab, wie die Themen und Inhalte letztlich „an die Jugendlichen gebracht“ werden und der Unterrichtsprozess gestaltet wird. Hier ist es die Aufgabe des Lehrpersonals, den Unterricht so zu gestalten, dass er beispielsweise motivierend und fair abläuft und nicht einschläfernd wirkt. Die Jugendlichen müssen aktiviert werden und sich sowohl ernst- als auch angenommen fühlen.

Sozialpädagogische Einzelinterventionen (Arbeit mit einzelnen Jugendlichen)

Wenn Jugendliche persönliche Probleme haben und/oder im Unterricht entweder immer wieder mit ihrem Verhalten ein sozial tolerierbares Maß überschreiten oder sich komplett zurückziehen, abschotten und verweigern, hängt es sehr häufig von der Qualität und Verfügbarkeit der sozialpädagogischen Unterstützung ab, ob hier Abhilfe geschaffen werden kann. An dieser Stelle sind in erster Linie die Sozialpädagogen gefragt, wenn es um möglichst nachhaltig wirksame Interventionsarbeit mit einzelnen Jugendlichen geht.

Sozialpädagogische Gruppeninterventionen (Arbeit mit Gruppen)
Insbesondere wenn es um die Vermittlung nichtfachlicher Kompetenzen geht, sind (regelmäßige) sozialpädagogische Gruppeninterventionen bzw. Workshops zu einzelnen Themen sehr nützlich und können sehr erfolgreich sein. Es geht hier um eine möglichst „funktionierende“ Art und Weise, Jugendlichen, die oftmals am deutschen Bildungssystem gescheitert sind, Kompetenzen näher zu bringen, damit sie diese für sich im Alltag nutzbar machen können.